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Kittenberger Kálmán Àltalános Iskola oder unsere Patenschaft zur Grundschule in Nagymaros/Nordungarn
Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges waren auch wir mit ganz vorne dabei als es darum ging, Hilftstransporte und menschliche Kontakte nach Osteuropa aufzubauen. Bereits im Januar 1990 brach ein großer Hilfstransport der DJO Baden-Württemberg in Richtung Siebenbürgen auf. Reußdörfchen war damals unser Ziel. Und die Freude vor Ort riesengroß.
Wir wollten aber nicht nur spontan helfen, sondern auch dauerhaft etwas aufbauen. Sehr schnell bekamen wir auch etliche Anfragen bezüglich eines Schüleraustausches mit osteuropäischen Schulen. Unsere langjährige Erfahrung in diesem Bereich mit dem südamerikanischen Austauschprogrammen hatte sich längst herumgesprochen.
Es entwickelte sich besonders gut ein Kontakt zu einer Grundschule (geht bis zur 7. Klasse) in Nordungarn. 1993 war es dann soweit. Ein Schüleraustausch begann. Und wurde bis heute jährlich mit großem Erfolg wiederholt. Und ebenso schnell entwickelte sich auch ein menschlich-enger Kontakt zur Schulleitung und der zuständigen Begleitlehrerin. Daraus resoltierte der feste Wunsch, noch mehr aus diesem Kontakt zu machen. Wir wollten nicht nur im Bereich Schüleraustausch helfen, sondern auch weit darüber hinaus überall dort helfen wo es in der Grundschule klemmt und zwickt. Darum beschloss 1994 der damalige Landesvorstand eine Patenschaft mit der Kittenberger Kálmán Általános Iskola einzugehen. Und diese wurde dann auch feierlich erklärt. Anläßlich des 2. Europäischen Volksmusikkonzertes in der Stadthalle in Korntal luden wir die Schulleitung aus Ungarn ein, um eine Patenschaftsurkunde vor Publikum und aus den Händen einer Persönlichkeit zu überreichen. Und es war kein geringerer als der stellvertretende Innenminister Dr. Klotz, welcher nicht nur die Urkunde sondern auch passende Worte an die ungarische Delegation der Grundschule in Nagymaros überbrachte. Seither versuchen wir neben dem jährlichen Schüleraustausch auch mit verschiedenen Geld- und Sachspenden der Grundschule in Nagymaros unter die Arme zu greifen. Besonders wichtig für uns ist aber vor allem der sehr gute mennschliche Kontakt. Und hier ist bei uns besonders Uli Hüttl, stellvertretender Landesvorsitzender und beruflich für den Schüleraustausch zuständig, die Kontaktperson nach Nagymaros. Zeichen seines intensiven Kontakthaltens war sicher die 1999 ausgesprochene und verliehene Ehrenbürgerschaft von Seiten der Gemeinde Nagymaros an Uli Hüttl. Eine Ehre die ihm persönlich, mit ihm aber auch dem gesamten DJO-Landesverbandes ausgesprochen wurde. Hier möchten wir nun einmal die Gemeinde Nagymaros und seine Grundschule näher vorstellen.
Nagymaros
Nagymaros, zu deutsch Großmarosch, ist eine der kleinsten Städte von Ungarn, eines der Zentren im malerischen Donauknie, 60 km von Budapest entfernt. Vom Ufer der Donau sieht man die Burg von Visegrád, die eine der kulturellen Hochburgen Europas des 15. Jahrhunderts war. Im 18. Jahrhundert hat Maria Teresia Schwaben in Nagymaros angesiedelt, die sich in den Jahresfolgen assimiliert habn und bis heute leben sie die Traditionen pflegend mit den ungarischen Einwohnern friedlich zusammen. Vor dem zweiten Weltkrieg hatte Nagymaros seine Glanzepoche. Der Obstbau blühte, die Waren wurden nach Wien geliefert. Wegen der Urlauber vervielfaltete sich die Zahl der Einwohner. Das kulturelle Leben war lebhaft, laiische Gruppen amüsierten die Leute, die bildende Kunst blühte. Nach dem Krieg begann eine bitterliche Periode. Hunderte der Leute wurden verschleppt, viele von ihnen kehrten nie zurück. In der jüngsten Vergangenheit geriet Nagymaros wegen des Wasserwerkes an der Donau in eine nachhaltige Lage. Seit 1989 entwickelt sich die Kleinstadt wieder. Im Sommer kommen viele Touristen hierher, der Wassersport, die Blaskapelle, die Traditionen und die Gastfreundschaft machen die Stadt beliebt.
Die Schule
Die Schule wurde nach dem weltbekannten Afrika-Forscher, Kálmán Kittenberger genannt. Etwa 400 Schüler lernen hier. Der Unterricht der Mutter- und der deutschen Sprachen, die Pflege der Traditionen, der Umweltschutz, die Musik, der Tanz, die bildende Kunst und der Wassersport haben im Leben der Schule einen hervorragenden Platz. Die Schule beschäftigt sich besonders mit den hilfsbedürftigen Schülern. Sie versucht den Schülern von allen Gebieten des Lebens etwas zu zeigen, die Mädchen kochen und backen, die Jungen basteln, daneben können sie den Computer kennenlernen. Neben dem Lernen haben die Schüler ein vielfältiges Leben, mit vielen Veranstaltungen machen sie die Kleinstadt reicher.
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